Eigener Solarstrom: schritte zur PhotoVoltaik-Anlage

Du hast dich für eine Photovoltaikanlage entschieden? Das ist großartig - unser Klima und deine Geldtasche werden es dir danken. Doch wie geht es nun weiter? Wir haben hier die wichtigsten Schritte zur selbst produzierten Sonnenenergie für dich zusammengefasst.
Eine Solaranlage lohnt sich auch, wenn sie nach Ost/West ausgerichtet ist.

Ist mein Haus geeignet für eine Photovoltaik-Anlage?

Die gute Nachricht gleich zu Beginn: Jedes Haus ist geeignet für Photovoltaik. Es ist allerdings wichtig, sich schon am Anfang der Planungen über die Gegebenheiten im Klaren zu sein. Habe ich ein Schrägdach oder ein Flachdach? Wie ist die Dachfläche ausgerichtet, auf der die Module montiert werden können? Sollte ich besser meine Fassade nutzen?

Wichtig ist, eine Fläche auszuwählen, die nicht dauerhaft beschattet wird, etwa durch hohe Bäume oder ein Nachbargebäude.

Die Module werden idealerweise in einem Winkel von 30° mit Südausrichtung positioniert. Unter diesen Bedingungen produzieren sie den meisten Strom. Eine davon abweichende Montage ist aber oft nötig und kann problemlos durch eine großzügigere Dimensionierung der Anlage ausgeglichen werden.

Zwischen 8 – 12 m² pro Kilowatt Peak solltest du für eine PV-Anlage auf deinem Dach freihalten.

Wie groß soll meine Solaranlage sein?

Die Dimensionierung ist nicht nur von der Ausrichtung der Solar-Module, sondern hauptsächlich von zwei anderen Faktoren abhängig:

  • Wie viel Strom wird benötigt?
  • Wie viel Fläche steht zur Verfügung?

Die Frage nach dem Strombedarf ist in der Regel einfach zu beantworten. Ein Blick auf die Jahresstromabrechnung genügt oft schon. Du solltest aber auch bedenken, ob sich dein Strombedarf in Zukunft ändern wird. Ist zum Beispiel ein Elektroauto angedacht? Oder soll auch das Heizsystem umgestellt werden, damit du zukünftig mit Solar-Energie heizen kannst?
Wer in dem Fall seine Anlage gleich größer dimensioniert, spart sich langfristig viele Kosten.

Neben dem Bedarf ist auch die realisierbare Modulfläche ein wichtiges Kriterium für die Planung der Photovoltaik-Anlage. Die Größe von PV-Systemen wird in Kilowatt Peak (kWp) angegeben. 1 kWp bedeutet, dass bei idealen Bedingungen bis zu 1.000 Watt Sonnenstrom produziert werden. Für 1 kWp werden im Durchschnitt 7m² benötigt. 

Die Dimensionierung der Anlage sollte gut überlegt sein

  • Zu klein geplant weist sie zwar eine hohe Eigenverbrauchsrate auf, es muss aber auch viel Strom aus dem Netz zugekauft werden.
  • Zu groß angelegt deckt sie zwar den Verbrauch im Haus, es muss aber viel Sonnenenergie ins Netz eingespeist werden.
  • Der beste Ansprechpartner für Fragen zur idealen Größe deiner Solaranlage ist dein Installateur.

Bereit für die Planung?

Beginne gemeinsam mit einem Installateur in deiner Nähe mit der Planung deiner Solaranlage.

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Für eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach brauchst du in der Regel keine Genehmigung.

Muss ich meine PV-Anlage anmelden und genehmigen lassen?

  • Eine Baugenehmigung für Photovoltaikanlagen ist in den allermeisten Fällen nicht erforderlich. Ausnahmen stellen hier beispielsweise Bauvorhaben in der Nähe von denkmalgeschützten Objekten dar. Es empfiehlt sich deshalb, dich vorweg zu erkundigen, ob in deinem Fall eine Genehmigung nötig ist. So gehst du auf Nummer sicher und vermeidest eventuelle Unannehmlichkeiten.
  • Bevor die Anlage in Betrieb genommen wird, muss sie bei verschiedenen Stellen angemeldet werden. Die jeweiligen Stadtwerke, die Bundesnetzagentur sowie das Marktstammdatenregister müssen über die Einspeisung von Strom informiert werden. Bei der Anmeldung unterstützt dich dein Installateur bei allen Formalitäten.